Babyschwimmen & Sinnesspiele: Wassergeruch und Geschmack sicher erleben

von
Lukas Biegler
,
July 24, 2026

Warum Babyschwimmen schon früh sinnvoll ist und wie Geschmack & Geruch mit ins Spiel kommen

Babyschwimmen unterstützt nicht nur die Motorik und Bindung, sondern wirkt sich auch stark auf die sensorische Entwicklung aus. Babys nehmen Gerüche direkt nach der Geburt wahr und erkennen bald darauf bekannte Gerüche wie den der Mutter oder Muttermilch.(kindergesundheit-info.de) Gleichzeitig sind sie von Natur aus besonders empfänglich für Geschmäcker: Süße Empfindungen werden bevorzugt, bittere oder saure Reize eher abgelehnt.(de.wikipedia.org) Wenn Babys also im Wasserplanschen, gleichzeitig den typischen Hallenbadgeruch oder den Geschmack von Beckenwasser wahrnehmen, bieten sich einzigartige Lerngelegenheiten – dennoch muss es sicher und sorgfältig vorbereitet sein.

Gerüche und Geschmäcker sind eng verknüpft mit dem Geschmackssinn. Der Geruch ergänzt den Geschmack stark und wirkt mit, wenn wir etwas schmecken. Babys verfügen nicht nur über Geschmacksknospen auf der Zunge, sondern auch im Mundraum.(gesundheitsinformation.de)

Doch damit Geruch und Geschmack beim Babyschwimmen positiv wirken, müssen Umwelt, Wasserqualität und Temperatur stimmen.

Worauf Eltern bei Wasserqualität und Umgebung achten sollten

Die Qualität von Wasser und Luft im Schwimmbad beeinflusst, wie Gerüche und Geschmäcker wahrgenommen werden. Ein beißender Chlorgeruch deutet häufig auf Trichloramin, ein Nebenprodukt von Chlor, Urin und Schweiß hin. Dieses Gas reizt Augen und Atemwege und kann bei Kleinkindern unter zwei Jahren mit familiär erhöhtem Allergierisiko problematisch sein.(umweltbundesamt.de) Betreiber sollten sicherstellen, dass Wasser hygienisch behandelt wird (Chlor oder alternative Verfahren), dass das Bad gepflegt ausgestattet ist und die Qualitätsnorm DIN 19643 eingehalten wird.(bundesgesundheitsministerium.de) Wichtig ist auch, dass Eltern und Babys vor dem Becken duschen, Badezeiträume kurz sind und Schwimmwindeln verwendet werden.

In Bezug auf Geruch und Geschmack sollten Eltern bewusst wählen: Babys sollten nicht in der Nähe feuchter, muffiger Räume schwimmen und kein stark chlorhaltiges Wasser schlucken. Ein spürbar milder oder kaum vorhandener Kanalwassergeruch ist ein gutes Zeichen.(umweltbundesamt.de)

Wassertemperatur – ein Schlüssel zu Wohlbefinden und sicherer Erfahrung

Das ideale Wasser für Babyschwimmen liegt für Säuglinge im Alter von 0 bis 6 Monaten bei etwa 32–34 °C.(austrianbabyswim.at) Jedes Grad darunter kann zu Kühlstress führen, also feine Gänsehaut, Zittern oder Unruhe verursachen. Über 30 Minuten dürfen Babys unter einem Jahr in dieser Wassertemperatur bleiben; auch Lufttemperatur und Trocknungsphase danach spielen eine Rolle.(babycenter.de)

Neben der Temperatur ist die Umgebung wichtig: Gute Lüftung verhindert, dass Gerüche – besonders Trichloramin – sich ansammeln und die Luftqualität leidet. Das trägt maßgeblich zum Geruchserlebnis im Bad bei.(bag.admin.ch)

Sinnes- und Geschmacksübungen gemeinsam mit Babys im Wasser gestalten

Wassergeruch und Geschmack bieten wunderbare Durchgänge für Sinnesspiele, die Eltern und Babys Spaß machen und die sensorische Entwicklung fördern können. Schon einfache Übungen helfen: Das Wasser vorher riechen, vergleichen zwischen Leitungs- oder Mineralwasser, einmal schlürfen – natürlich unter Aufsicht. Gerüche wie Chlor, frisches Wasser oder auch ätherische Öle mild auf den Handrücken bringen. Ebenfalls hilfreich sind spielerische Wassergewöhnungen: Wasser summen lassen, Blasen erzielen, mit kalten und warmen Wasser spielen, abwechselnd kalt und warm über Hände laufen lassen. Diese Reize stärken Geruch und Geschmack sowie das Körperbewusstsein.

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Im Kurs oder zuhause ist auch das 10 Wochenplan-Programm für Babyschwimmen ideal, mit dem Eltern ihre Kinder Schritt für Schritt ans Wassergewohnheiten und erste Schwimmbewegungen heranführen können.(swimy.de)

Balance finden zwischen Nutzen und Risiko

Natürliche Vorliebe für Süßes und milde Gerüche hilft Babys, Neues zu erkunden. Aber übertriebene Geruchsreize oder zu stark chloriertes Wasser können abschreckend oder reizend sein. Eltern sollten schauen, wie ihr Baby reagiert: Wird es ruhig, neugierig, entspannt? Oder zappelt es, zieht sich zurück? Kinder mit bekannter allergischer Veranlagung oder empfindlichen Atemwegen sollten vorher mit Kinderarzt sprechen.(umweltbundesamt.de)

Wenn all diese Faktoren stimmen – angenehme Temperatur, klares Wasser, milder Geruch und lustige Sinnesübungen – verbindet Babyschwimmen Freude mit Entwicklung: motorisch, sensorisch und emotional.


Geruch und Geschmack im Wasser sind für Babys mehr als Nebenerscheinungen – sie sind wichtig für die Wahrnehmung der Welt. Wer Babyschwimmen bewusst und sicher gestaltet, schenkt seinem Kind wertvolle Sinneserlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben.

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